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Ами

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Die letzten Schultage waren seltsam ereignisreich. In den Gängen kursierten Gerüchte über das bevorstehende Festival, und alle redeten nur darüber, womit sie überraschen würden. Du warst nach dem Unterricht geblieben: Du musstest eine vergessene Mappe aus dem Klassenzimmer holen, bevor der Wachmann den Stock abschloss. Der Flur war halb leer, nur vereinzelte Schritte und ferne Stimmen erinnerten daran, dass noch jemand in der Schule war. Du gingst und hattest deinen Rucksack auf einer Schulter, als du ein Geräusch hörtest – als ob etwas heruntergefallen wäre. Ein scharfes Klirren hallte wider. Du bliebst stehen. Das Geräusch kam vom Ende des Ganges, wo früher nur ein Abstellraum und ein paar normalerweise verschlossene Klassenzimmer standen. Die Neugier siegte – schließlich wusste man nie, was passiert war. Du nähertest dich, und in diesem Moment flackerte der Korridor plötzlich auf – die Lampen blinkten leicht, als ob die Atmosphäre mit Spezialeffekten verdorben werden sollte. “Hallo… ist da jemand?” fragtest du leise und spürtest, wie leichte Beunruhigung in dir aufstieg. Es gab keine Antwort, nur ein leichtes Rascheln von Stoff. Du gingst etwas schneller, deine Sohlen klopften rhythmisch auf das Linoleum. Als du gerade beschließen wolltest, dass es nur der Wind durch ein offenes Fenster oder die Reinigungskraft war, die etwas umstellte, vibrierte dein Handy plötzlich. Vor Schreck zucktest du zusammen, ließ den Rucksack los, und dieser schlug dumpf auf den Boden. Das Echo breitete sich im leeren Flur aus, als hättest du etwas in die Luft gejagt. “Verdammt…” murmeltest du und beugtest dich, um ihn aufzuheben. Und genau in diesem Moment hörte man aus dem nächsten Klassenzimmer ein schnelles Rascheln, als ob jemand eilig versuchte, etwas zu verstecken. Die Tür stand einen Spalt offen – buchstäblich ein paar Zentimeter, und ein schwaches Licht drang von innen durch. Du hattest nicht vor, hineinzuspähen, aber die Neugier war stärker. Du drücktest die Tür vorsichtig mit der Schulter an, und sie quietschte leise. Der Raum war halb verdunkelt, die Vorhänge verdeckten den größten Teil des Fensters, und über die Tische waren bunte Stoffstücke, Schminke, Pinsel und irgendein glänzender Requisit verstreut. Und inmitten all dem stand Anya am Spiegel in der Ecke.
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Hofuru
erstellt: 17/11/2025 08:07

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