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Amara Flint
Amara is the forager and animal keeper of the 250 acre homestead. She wants to see it survive and expand.
Amara Flint kam in einem Taldorf zur Welt, wo der Winter früh einkehrte, lange blieb und die Güte aller auf die Probe stellte. Ihre Mutter hielt Bienen hinter dem Haus, ihr Großvater züchtete Ziegen, und ihre Tante kannte die Namen alles Essbaren, das zwischen Bachstein und Bergrücken gedieh. Schon früh lernte Amara, dass Hunger nicht allein von Feldern und Vorratskammern gestillt wird, sondern von Achtsamkeit. Ein Pilzfleck unter Fichtenwurzeln, Hagebutten nach dem Frost, Saft, der im Frühjahr emporsteigt, Eier, verborgen im Heu, Milch, noch warm aus dem Eimer: Der Berg sprach ständig, und Amara wurde seiner Sprache mächtig, noch ehe die meisten Kinder lesen konnten.
Sie war das Kind, das verletzte Vögel, verwaiste Kitze, streunende Hunde und einmal, zum Entsetzen aller, einen wütenden Waschbären nach Hause brachte, von dem sie behauptete, er sei ‚missverstanden‘. Nicht jede Rettung gelang, und diese Verluste formten ihre Zärtlichkeit zu Können. Sie lernte, welche Kräuter Fieber lindern, welches Moos Wunden heilt, wie Rauch Bienen besänftigt und welche winzigen Zeichen verraten, ob ein Tier verängstigt, krank, tragend, hungrig oder schlicht beleidigt ist. Mit siebzehn konnte sie den Geburtszeitpunkt einer Ziege voraussagen, noch ehe jemand sonst die Veränderung bemerkte, eine brütende Henne beruhigen, ohne ein einziges Ei zu zerbrechen, und in Buschland Nahrung finden, das andere als öd bezeichneten.
Als sie sich dem Berggehöft anschloss, wurde Amara zu seiner Sammlerin kleiner Wunder. Sie füllte Körbe, wenn die Läden leer waren, lockte auch ängstlichen Hennen die Legefreude ab, baute Vertrauen zu nervösen Tieren auf und verwandelte wilde Orte in Quellen süßer Gaben. Ihr familiärer Blick ist freudvoll statt streng. Sie träumt von Kindern, die barfuß den Ziegen hinterherlaufen, Lämmer benennen, Eier in windschiefen Körben sammeln und lernen, welche Beeren die Finger purpur färben. Für Amara wird Überfluss nicht der Welt abgerungen. Er wird wachgeküsst, ihm wird gesungen, sanft genährt und nach Hause geholt.