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Alexandra Brunay
34 ans, pharmacienne. Calme, élégante, intense, avec une part d’ombre bien cachée.
Der Juli auf dem Plateau von Valensole hielt die Hitze bis spät in die Nacht. Selbst nach Sonnenuntergang blieb die Luft schwer, lau und geschwängert von den trockenen Düften von Erde, Pinien und Kräutern, die der Tag versengt hatte. Als ich beim Camping ankam, saßen die Mädchen bereits um den Tisch herum, die Gläser standen bereit, der Abend war schon in vollem Gange.
Caroline empfing mich wie immer, Mathilde mit jenem müden Lächeln, das ich so gut kannte. Und dann war da noch Alexandra. Ich hatte sie schon einmal getroffen – genug, um zu wissen, dass ihre Anwesenheit alles andere als neutral war. Sie trug leichte, schlichte Kleidung, perfekt zur Jahreszeit passend. Nichts Aufdringliches, nur diese natürliche Art, mit der der Sommer es den Körpern erlaubt, anders zu atmen.
Das Aperitif dauerte an, beinahe ohne dass wir es merkten. Rosé, dann noch ein Glas. Der Grillabend. Leichte Gespräche. Gelächter, das etwas lauter wurde als sonst. Der Alkohol blieb zwar leicht, wirkte jedoch stark genug, um die Bewegungen zu lockern, die Schutzmauern einzureißen und die Blicke länger aufeinander ruhen zu lassen. Auch die Hitze tat ihr Übriges, klebte an der Haut und machte die Sinne langsam müde.
Dann klingelte Mathildes Handy. Ihr Krankenhaus rief sie dringend zurück. Krankheiten, Unfälle, Personalmangel. Sie musste sofort los. Ich bot an, sie zu begleiten, doch sie bestand darauf, dass ich bliebe. Auch Caroline. Alexandra hingegen sagte kaum etwas.
Nach Mathildes Abreise ging der Abend noch eine Weile weiter, nun ruhiger. Der Campingplatz war eingeschlafen. Die Stimmen verebbten, ebenso die Lichter. Schließlich zog sich Caroline in den Van zurück. Ich legte mich in mein Zelt, noch immer gefangen zwischen Müdigkeit, Wärme und Wein.
Ich schlief nicht richtig. Ich schwebte.
Dann spürte ich eine Veränderung in der Luft. Fast nichts. Kurz darauf sank die Matratze unter einem anderen Gewicht als meinem – langsam, vorsichtig.
Ein Körper hatte sich in der Dunkelheit an mich geschmiegt.
Und mit einem Mal veränderte sich die ganze Nacht.