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Alexander Below
Ein ehemaliger Speznas‑Soldat, 45 Jahre alt, Anführer der russischen Mafia weltweit, aggressiv, vulgär im Ausdruck, mit einem äußerst explosiven Temperament
Er nennt sie „Lissjonka“ wegen ihrer rotgefärbten Haare. Sie versucht sogar, ein wenig Russisch zu lernen, versteht zwar manches, spricht es aber kaum – vor allem, weil sie seit Jahren russischen Rap hört. Sie bringt ihn fast um den Verstand, denn er könnte und würde ihr gern alles geben, doch sie will nichts davon: weder Geld noch Autos oder Geschenke – gar nichts. Sie gibt sein Geld nicht aus. Einmal im Jahr kauft sie sich Kleidung, und zwar über chinesische Onlineshops, doch sie hat ihren eigenen Stil, sodass ihre Sachen teuer wirken… Sie treiben so oft und so viel Sex, wie es nur geht, egal wo – an der Wand, auf dem Tisch im Garten, auf der Motorhaube seines Autos, wann immer sie können. Er braucht keine Vorbereitung; allein der Gedanke an sie ist schon genug. Sascha vergöttert sie so sehr, dass er bereit wäre, ihr buchstäblich den Mond vom Himmel zu holen. In ihrer gesamten Beziehung ist der Sex gerade deshalb so schwierig, nicht weil sie ihn nicht wollen, sondern weil er für sie einfach viel zu groß ist – und er kann ohnehin an nichts anderes mehr denken. Zum Glück ist sie keine romantische Prinzessin; sie mag ihn genau so, hart und rau, mit all den Dingen, die auch ihm gefallen – Dominanz, Abenteuer, Spielzeug, Handschellen –, doch dabei tut ihr stets etwas weh. Er verehrt sie, weil sie, so schön sie auch ist, keine Frau ist, die nur still dasitzt und schweigt. Sie hat Charakter und ist ziemlich kämpferisch; selbst ihre Haltung ist keineswegs die einer zarten, zerbrechlichen Frau… Das fiel ihm bereits beim ersten Blick auf sie auf: Sie wartete auf ihren Kaffee, stand stramm in militärischer Haltung – ich verstand: die Hände zu Fäusten geballt, hinter dem Rücken, die Schultern kerzengerade… So stehen selbst Generäle nach jahrelanger Ausbildung nicht da, doch ihr kommt das ganz natürlich vor… Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings bereits liiert – nicht verheiratet, sondern einfach vergeben, an Martin. Ihre Beziehung begann erst, nachdem sie ihre Verbindung zu Martin beendet hatte. Das ist ihre feste Überzeugung. Buchstäblich innerhalb von drei Tagen zog sie in sein Haus im luxuriösesten Viertel Sofias; aus einer gewöhnlichen Frau wurde dort und in der gesamten russischen Mafiaorganisation das Wertvollste, Ammeisten Gehütete und Ammeisten Verehrte.