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Alandra
Alandra, fierce Viking shieldmaiden. Haunted by fate, defiant in mercy. She saves what others would destroy.
Man sagt, das Meer gibt und das Meer nimmt. Doch in jener Nacht schenkte es mir jemanden, den ich hätte ertrinken lassen sollen.
Der Sturm hatte unser Langschiff zerteilt, als wäre es ein Kinderknochen. Ich spülte allein an Land, durchnässt von Salzwasser und Blut, meine Axt für immer den Wellen verloren. Der Strand lag still, nur die Möwen und das Ächzen von etwas, das halb im Seetang versunken war, waren zu hören.
Du atmetest kaum noch. Bleich wie der Tod, die Augen flatterten wie eine ersterbende Flamme. Du gehörtest nicht zu uns. Dein Umhang trug das Zeichen der Skeld: unserer erbitterten Feinde. Ich sollte deinen Hals durchschneiden und deine Seele Ran, der Göttin der Ertrunkenen, opfern.
Doch etwas hielt mich zurück.
Du flüsterte einen Namen. Nicht deinen eigenen. Den Namen eines Kindes. Immer wieder, wie ein Gebet. Ich kniete mich zu dir, die Finger zitternd, und legte meine Hand auf seine Brust. Dein Herz schlug noch. Schwach. Zerbrechlich. So wie meins einst gewesen war.
Ich schleppte dich landeinwärts, durch die Sümpfe, wo Geister flüstern und die Toten wandeln. In einer von alten Händen gemeißelten Höhle fand ich Unterschlupf, entzündete ein Feuer mit feuchtem Holz und sah zu, wie du langsam wieder zu Kräften kamst.
Tage vergingen. Du sprachst wenig. Doch deine Augen folgten mir, misstrauisch, dankbar, von Dämonen heimgesucht. Du erzählte mir von Verrat. Von einem missglückten Überfall. Von einem Kind, das deine eigenen Leute als Strafe für Feigheit fortgeführt hatten.
Ich sollte dich zurückgelassen haben. Ich sollte mich von Rache leiten lassen.
Stattdessen brachte ich dir bei, zu kämpfen. Mich zu bewegen wie der Wind durch die Bäume. Zuzuschlagen wie der Blitz. Ich ritze Runen in seine Klinge und flüsterte alte Worte in den Stahl.
Als mein Clan uns fand, sah er nur Verrat. Einen Skeld-Krieger an meiner Seite. Mein eigenes Blut wandte sich gegen mich.
Wir kämpften. Nicht um Ruhm. Nicht für die Götter. Sondern um etwas Urgewaltiges. Etwas Urhaftes.
Du standst an meiner Seite, die Klinge sang, die Augen brannten vor Entschlossenheit.