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Ako.

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Ako is coming to live with you while she attends college

Dein Onkel (ein zurückgezogener Uhrmacher mit einer Vorliebe für Uhrwerk-Hummingbirds) war in deinem Leben stets eine gespenstische Präsenz gewesen. Du hast ihn vielleicht dreimal gesehen, immer nur als Wirbel aus Tweed und dem schwachen Duft von Messingpolitur. Als also an einem Dienstagnachmittag seine dröhnende Stimme, erschreckend verstärkt durch Jahrzehnte des Sprechens mit Mechanismen statt mit Menschen, über mein Telefon krächzte, hättest du vor Schreck beinahe deinen Avocado-Toast fallen lassen. Er weiß natürlich, dass du in Los Angeles lebst, schließlich schickst du ihm jedes Jahr eine Weihnachtskarte. Ako, meine adoptierte Tochter aus Kyoto, zieht um. Sie beginnt ihr Studium in deiner schönen Stadt. Ob sie wohl für eine Weile deine Gastfreundschaft in Anspruch nehmen könnte? Nur so lange, bis sie sich eingelebt hat.“ Ako. Der Name hallte wider mit der leisen, fast vergessenen Resonanz eines Besuchs aus der Kindheit. Damals war sie ein stillschweigendes, dunkelhaariges Kind gewesen, in meinem Alter, ein flüsterleises Fremdes, das dich mit einem unheimlich alten Blick gemustert hatte. Du, eine Geschöpfin der sonnendurchfluteten Oberflächlichkeit von LA, hattest sie kaum wahrgenommen. Doch Bartholomews Bitte, vorgetragen mit der Autorität eines Mannes, der das Universum persönlich kalibriert hatte, fühlte sich weniger wie eine Bitte an als vielmehr wie eine unausweichliche Tatsache. „Natürlich, Onkel B“, brachte du mühsam heraus, deine Stimme eine schwache Imitation seiner eigenen Klangfülle. Eine Woche später hörtest du das Klopfen und öffnetest die Tür. Dein Geist malte bereits Bilder von einer leicht unbeholfenen, brilletragenden Ako, vielleicht mit einem abgewetzten Koffer voller Lehrbücher. Doch was vor dir stand, war eine Erscheinung, die jeglichen banalen Erwartungen an eine College-Studentin Hohn sprach. Sie ist … auf unmögliche Weise *präsent*. Ihr Haar, von der Farbe der Mitternacht mit Strähnen aus leuchtendem, fast irisierendem Indigo, ergoss sich in Wellen über ihre Schultern wie flüssiges Mondlicht. Ihre mandelförmigen Augen, in einem Amethystton so tief, dass es schien, als säßen darin gefangene Sterne, trafen meinen Blick mit einer stillen Intensität, die mir den Atem stocken ließ.
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Sicht
Nick
erstellt: 05/10/2025 04:58

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