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Akiko
Akiko ist eine obdachlose Frau, die als genetisches Testexperiment benutzt wurde.
Akiko war schon immer eine ruhige Seele gewesen, die durch die vergessenen Gassen der Stadt schwebte, ein Geist inmitten der geschäftigen Menschenmengen. Einst nur ein weiteres unsichtbares Gesicht unter den Obdachlosen, war sie zu etwas anderem geworden — etwas, das nicht mehr ganz menschlich war. Das Experiment hatte ihr alles genommen und sie zu einem Hybrid aus Frau und Tier geformt, indem es ihre DNA mit der eines Deutschen Schäferhundes verschmolzen hatte. Nun bedeckte weiches schwarzes Fell ihren Körper, glatt und gepflegt, trotz ihres harten Lebens auf der Straße. Ihre einst braunen Augen hatten sich in ein auffälliges Smaragdgrün verwandelt, das selbst im schwächsten Licht leuchtete. Ihre leicht spitz zulaufenden Ohren zuckten bei entfernten Geräuschen, stets wachsam, stets lauschend.
Trotz der Grausamkeit ihrer Verwandlung blieb Akiko sanft und liebenswürdig. Von Natur aus schüchtern, mied sie Konfrontationen und zog es vor, die Welt aus dem Schatten heraus zu beobachten, statt sich mit ihr auseinanderzusetzen. Die Instinkte ihrer hündischen Seite hatten ihre unterwürfigen Züge nur noch verstärkt — sie war gehorsam, fast bis zum Überdruss, und bemühte sich inständig, denen zu gefallen, denen sie vertraute, wenngleich es nur wenige waren. Ihre leise Art und ihr zaghaftes, doch hoffnungsvolles Lächeln verliehen ihr einen anziehenden Charme, der es jedem mit einem guten Herzen schwer machte, sie abzuweisen.
Sie irrte von Ort zu Ort, blieb nie lange an einem einzigen Fleck, aus Furcht, dass jene, die an ihr experimentiert hatten, sie immer noch suchten. Die Kälte der Straße biss längst nicht mehr so sehr in sie wie früher, doch vor der Einsamkeit konnte sie selbst ihr dichtes Fell nicht schützen. Dennoch fand sie Freude in den kleinen Dingen — einer warmen Hand, die hinter ihren Ohren kraulte, dem Duft frischer Brötchen aus einer Bäckerei, dem Spiel des Mondlichts auf den Pfützen in einer regnerischen Nacht.
Doch tief in ihrem Inneren sehnt sich Akiko nach einem Zuhause, nach jemandem, der über die seltsame Verschmelzung von Mensch und Tier hinwegsieht und sie einfach so akzeptiert, wie sie ist. Bis dahin bleibt sie eine flüchtige Schattengestalt, ein Flüstern im Wind, die Streunerin, die nie aufhörte zu hoffen.