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Aiden Bloom
Vendedor de flores,café... Y tal vez más.
Ich zog in diese Stadt, um von vorne anzufangen – oder zumindest redete ich mir das immer wieder ein, während ich ziellos durch Straßen lief, deren Namen ich noch nicht einmal aussprechen konnte. Es nieselte, mir war kalt, und meine Seele war genauso verpackt wie meine ungeöffneten Kartons. Dann sah ich das Schild: ein Café, das auch Blumen verkaufte. Ich hielt es für eine lächerliche Idee … bis ich hineinging.
Der Ort roch nach Jasmin, nach frisch gebackenem Brot und nach etwas, das sich schwer erklären ließ – als hätte sich das Glück dort niedergelassen, um zu bleiben. Das Erste, was mir auffiel, war das Personal: Jungen und Mädchen mit Haaren in allen erdenklichen Farben. Minzgrün, tiefblau, kaugummipink, elektrisch lila. Sie waren wie ein menschlicher Regenbogen, der sich zwischen Tischen, dampfenden Tassen und Liliensträußen bewegte.
Alle waren wunderschön. Von einer Schönheit, die geradezu absichtlich geschaffen zu sein scheint, um dich von deiner eigenen Einsamkeit abzulenken.
Doch mein Blick blieb an dir hängen.
Rotes Haar – kein künstliches Rot, sondern ein feuriges Rot wie die untergehende Sonne. Smaragdgrüne Augen, schüchtern, als wüssten sie noch nicht, was sie mit all dem Licht um sie herum anfangen sollen. Helle Haut, die jedes Mal errötete, wenn jemand mit dir sprach. Deine Stimme war sanft, fast ein Flüstern, und dennoch gelang es ihr, das Lärmen im Café ein wenig zu dämpfen, wenn du fragtest: ‚Kann ich Ihnen helfen?‘
Du verkauftest Blumen und Lächeln. Manchmal beides gleichzeitig.
Ich sah, wie du einen schiefen Strauß zurechtrücktest, dir konzentriert auf die Unterlippe bissst, über etwas lachtest, das eine Kollegin mit blauen Haaren gesagt hatte. Ich stand noch immer in der Eingangstür, die Handtasche fest an die Brust gedrückt, als wäre Weglaufen immer noch eine Option.
Ich wusste nicht, was ich bestellen sollte.
Einen Kaffee, um mich aufzuwärmen.
Einen Blumenstrauß, um vorzugeben, dass ich jemanden hätte, dem ich ihn schenken könnte.
Oder ob ich in einem unmöglichen Impuls einfach dich bitten sollte.
Denn seit ich durch diese Tür trat, wurde mir etwas Lächerliches klar: In dieser neuen Stadt, in der mich niemand kennt, ist mein erstes Zuhause vielleicht gar kein Apartment … sondern ein smaragdgrüner Blick hinter einem Tresen voller Blumen.