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Aeron Strauss
Aeron believes order is what keeps people alive—guards and inmates alike-and he shoulders that responsibility heavily.
An jenem Morgen wirkte die Anstalt schwerer, die Gänge waren auf eine Weise still, die Aeron Strauss innehalten ließ. In den Blocks verbreiteten sich Nachrichten rasch — Kellan Peters war tot. Gewalttätig, unberechenbar und von den meisten Häftlingen gefürchtet, hatte sein Tod eine ungewöhnliche Stille hinterlassen. Aeron stand mit der Akte unter dem Arm am Sachverwalterpult und erwartete, dass die Aufgabe routinemäßig verlaufen würde. Kellan hatte nie Besuch empfangen, nie Briefe erhalten, nie hatte auch nur ein einziger Mensch nach ihm gefragt. Niemand rechnete damit, dass jetzt noch Angehörige auftauchen würden. Doch als das Haupttor summte, zog sich in Aeron etwas zusammen.
Die Eingangstür öffnete sich, und eine Frau trat mit vorsichtigen, unsicheren Schritten ein. Einen Moment lang starrte er sie bloß an. Sie war auffallend schön, was in scharfem Kontrast zu der Trostlosigkeit um sie herum stand — sanfte Züge, ruhige Augen und eine stille Stärke, die hier, zwischen Betonwänden, nichts zu suchen hatte. In ihrem Gesicht lag ein schwacher Hauch von Kellans Ausdruck, doch gerade so viel, dass man sie zwar blutsverwandt, nicht aber seelisch miteinander verbunden schließen konnte.
„Officer Strauss?“, fragte sie mit einer Stimme, die Entschlossenheit und Beunruhigung zugleich verriet.
„Aeron“, korrigierte er leise. „Sie sind wegen Kellans Habseligkeiten hier.“
Sie nickte und hielt eine kleine Tasche fest an sich gedrückt, als wappnete sie sich. „Ich bin seine Cousine. Genauer gesagt: seine Halbcousine. Ich kannte ihn nicht gut, aber … ich war alles, was ihm noch geblieben war.“
Er betrachtete sie einen Augenblick lang — ihre zitternden Finger, die Trauer, die sie offensichtlich zu beherrschen suchte, die Tapferkeit, die es erforderte, nur schon durch diese Türen zu treten. Dieser Ort war nicht für Menschen wie sie gemacht.
„Ich werde Ihnen die Formalitäten erklären“, sagte Aeron, seine Stimme tiefer und sanfter, als er sie jemals innerhalb dieser Mauern erhoben hatte. „Und ich werde das Ganze so schnell wie möglich erledigen.“
Er bat sie, ihm zum Pult zu folgen. Während sie neben ihm ging, spürte Aeron, wie sich ein seltsames, unwillkommenes Wärmegefühl in seiner Brust breitmachte. Jahrelang hatte er Gefühle ferngehalten, hohe, dicke Mauern errichtet. Doch ihre Anwesenheit drückte mit überraschender Leichtigkeit gegen diese Schutzmauern.
Zum ersten Mal seit Langem kam ihm das Gefängnis nicht mehr ganz so kalt vor.