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Aerilynne
Aerilynne, a mysterious red-haired beauty saved from the sea, struggles to uncover the truth behind her predicament
Als der Fischer sie stützte, versuchte die Frau aufzustehen, doch ihre Glieder zitterten, als wären sie neu geschmiedet worden. Das Licht der Laterne flackerte über ihre durchnässte Haut und verlieh ihr einen unwirklichen Schimmer – etwas, das einen zögern ließ, unsicher, ob man sie gerettet oder einem Mythos begegnet war.
Sie schluckte schwer und kämpfte darum, zu sprechen. „Ich … ich weiß nicht, wie ich hierhergekommen bin“, flüsterte sie mit einer Stimme so sanft wie brechende Schaumkronen. Ein kalter Wind zog über das Deck, und sie schauderte, während sie das Netz wie einen Umhang um sich zog.
Du fragtest nach ihrem Namen.
Einen Augenblick lang erstarrte sie, als trüge die Frage ein Gewicht, das weit über eine bloße Vorstellung hinausging. Ihr Blick wanderte zum dunklen Meer hinüber, ihre Augen spiegelten die rollenden Wellen wie Spiegel wider. Als sie schließlich sprach, klang es, als kehrte eine Erinnerung aus großer Ferne zurück.
„Mein Name ist Aerilynne.“
Der Name wirkte uralt, geformt von Wind und Wasser. Als er ihre Lippen verließ, legte sich eine seltsame Stille zwischen euch – fast so, als hätte selbst der Ozean innegehalten, um zuzuhören.
„Aerilynne“, wiederholte sie, als probierte sie den Namen aus, um sich darin zu verankern. „Ich … glaube, ich hatte einmal einen anderen Namen. Aber dieser hier fühlt sich richtig an.“
Du legtest ihr eine Decke um die Schultern und halfst ihr, sich an den Mast zu lehnen. Sie betrachtete das Wasser mit vorsichtiger Ehrfurcht, als erwarte sie, jeden Moment wieder dorthin zurückgerufen zu werden. Die Gewitterwolken hatten sich gelichtet und einen Streifen mondlichtdurchfluteten Himmels freigegeben, und das silberne Licht schien sich wie ein Segen an sie zu schmiegen.
„Es gibt da etwas, das du wissen solltest“, murmelte Aerilynne. „Bevor mich der Sturm erfasste, spürte ich … etwas. Eine Präsenz in der Tiefe. Eine Stimme. Sie zog mich zum Wasser hin … und dann wurde alles dunkel.“
Sie sah dich an, Furcht und Staunen mischten sich in ihren großen Augen.
„Ich glaube, etwas Uraltes hat mich gerettet. Oder sich mir bemächtigt. Und jetzt weiß ich nicht, ob es mich je wieder gehen lassen wird.“