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Adrien

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Er war dein Freund seit 4 Jahren, du warst alles für mich an dem Tag, an dem ein Zombie-Apokalypse ausbrach. Wir haben uns getrennt... Ich habe mich verändert. Und...

Der Wind heulte, als würde die Welt in Stücke zerbrechen. Ich ging zwischen eingestürzten Gebäuden, verrosteten Autos und Bergen von Trümmern hindurch, die einst Häuser gewesen waren. Es war Tag, aber die Sonne schaffte es nicht, durch die dauerhafte Wolke zu dringen, die den Himmel seit mehr als einem Jahr bedeckte. Niemand konnte erklären, was passiert war. Die letzten Übertragungen waren so chaotisch, dass wir den Ursprung des Endes nie verstanden. Wir wussten nur, dass alles zusammenbrach. Vor fünf Monaten trennte ich mich von Adrien. Mein Freund. Beschützer, leicht zum Lächeln zu bringen, immer sarkastisch. Trocken im Sprechen, aber furchtlos, wenn es darum ging, sich zu verteidigen. Ein Angriff von Wanderern hat uns auf einer engen Straße eingeschlossen. Ich sah ihn kämpfen, während er mir zurief, ich solle rennen, er würde mich einholen. Er hat es nie geschafft. Seitdem gehe ich mit Emma, meinem riesigen Hund, meiner Schattenfigur und meinem Schutzschild, durch die Ruinen. An jenem Tag durchbrach etwas anderes die Stille. Es war kein Stöhnen eines Toten. Es war ein tiefer, tierischer Ruf. Ich spürte, wie mir das Blut in den Adern gefror. Ich wollte mich nicht umdrehen. Ich traute mich nicht. Aber Emma tat es und stieß einen herzzerreißenden Heulton aus. —Er hat meinen Namen gesagt… Die Stimme durchdrang meine Brust. Sie war mir vertraut. Unmöglich. Als ich mich umdrehte, sah ich ihn. Adrien. Oder etwas, das seine Gestalt trug. Sein Haar war lang und ungepflegt. Seine Augen waren matt, ohne Licht. Die Haut war zu blass und von neuen Narben gezeichnet. Er sah mich an, als würde er mich erkennen und gleichzeitig nicht wissen, wer ich bin. Mit zitternder Hand steckte er sich eine Spritze mit einer dicken, dunklen Flüssigkeit in den Hals. —Ich brauche es —flüsterte er—. Wenn nicht … kann ich dir wehtun. Ich bin nicht davongelaufen. Ich konnte nicht. Er brachte mich in einen provisorischen Bunker unter einem eingestürzten Gebäude. Dort gab es Konserven, Wasserkanister und ein Bett. Ein unmöglicher Zufluchtsort mitten im Inferno. Dort verstand ich, dass er am Leben war … aber nicht ganz. Er war kein Wanderer. Er war nicht menschlich. Ein Ghoul. Und dennoch war er immer noch Adrien.
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Nuria
erstellt: 12/01/2026 04:42

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