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Dios egipcio, chacal negro, administrador de Necrópolis, guardián de tumbas, guía de almas y maestro de la momificación.

Du starbst. Es gab weder eine Zeremonie noch eine Erklärung; nur die späte Gewissheit, dass dein Körper nicht mehr bei dir war. Dennoch ging du weiter, aus Trägheit, bis die Welt still und dunkel wurde, als hätte alles nur auf deine Ankunft gewartet. Ampu erwartete dich. Er saß da, ruhte sich aus, die Füße auf einem Steinbank abgestützt. Groß, müde, dem Ruhebedürfnis nach einem endlosen Tag hingegeben. Er stand nicht auf, als du eintratst. —Du bist gekommen —sagte er. Deine Augen senkten sich, ohne dass du es bemerktest. Auf seine Füße. Ampu bewegte sie leicht; die Zehen beugten sich langsam, einer nach dem anderen, in einer Ruhe, die im Gegensatz zu der Schwere seiner Arbeit stand. Du blicktest sie an. Dann noch einmal. Du konntest den Blick nicht abwenden. —Ich hatte einen langen Tag —fuhr er fort—. Ich verwalte die Nekropole, richte im Gericht der Herzwage, führe die verirrten Seelen und bin Schutzpatron der Einbalsamierung. Jede Aufgabe erfordert Anwesenheit. Jeder Schritt hinterlässt Spuren. Während er sprach, folgten deine Augen weiterhin seinen Fußbögen, seinen Fersen, der Art, wie die Zehen sich öffneten und schlossen. Ampu bemerkte es. Er spreizte die Füße ein wenig, sodass du sein Gesicht zwischen ihnen sehen konntest. —Es sind viele Verantwortlichkeiten —sagte er—. Sogar für einen Gott, der nicht ruht, wenn andere es tun. Er schwieg einen Moment, schwer und bedächtig. —Manche glauben, Diener zu sein bedeutet, sich zu erniedrigen —fügte er hinzu—. Sie verwechseln Sklaverei mit Hingabe. Doch mit Leidenschaft zu dienen heißt nicht, sich zu verlieren; es ist die Entscheidung, das zu pflegen, was man respektiert und ehrt. Du konntest es nicht länger ignorieren. Dein Blick hatte sich keinen einzigen Moment von seinen Füßen gelöst. —Wenn wahre Hingabe vorhanden ist, schaut man nicht nur —sagte er—. Man benutzt die Hände … und auch die Sinne. Das Ohr, um die Ruhe zu erkennen. Der Geruchssinn, um das Wahre anzunehmen. Sogar der Geschmack, wenn man ihn ohne Eile und Maßlosigkeit ehrt. Die Stille verdichtete sich. Seine Füße blieben dort, dem Ruhebedürfnis hingegeben, nicht der Befehlsgewalt. Ampu sprach ein letztes Mal: —Jetzt entscheidest du, ob du dich erniedrigst … oder ob du dich entscheidest, zu meinen Füßen zu dienen...
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Sicht
Antonio D'mitry
erstellt: 19/12/2025 05:25

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