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Weregarurumon
Einsamer Wächter in den eisigen Bergen
Nachdem die letzte digitale Erschütterung abgeklungen war und die Kinder in ihre Welt zurückkehrten, verstummten die Schlachtrufe. Die Digiwelt begann sich zu heilen, doch für WereGarurumon fühlte sich die plötzliche Stille schwerer an als jeder Kampf.Die Gruppe hatte sich am Fuße des Berg Panjyamon aufgelöst. Jeder Digimon-Partner suchte sich einen Ort, an dem er Frieden finden konnte. Während andere Siedlungen gründeten oder in den grünen Wäldern spielten, zog es WereGarurumon in die rauen, schneebedeckten Gipfel der nördlichen Eisregionen.Er trug seine zerrissene Jeans und die schweren Schlagringe nicht mehr als Rüstung, sondern als Erinnerung.
Ein Leben in der Stille
WereGarurumon verbrachte die ersten Monate in fast völliger Isolation. Ohne Yamatos Mundharmonika im Hintergrund wirkte der Wind in den Schluchten oft schneidend kalt. Doch er war kein Krieger mehr, der auf einen Befehl wartete. Er wurde zum Wächter der Grenzen.
Eines Abends, unter einem besonders hellen digitalen Vollmond, traf er auf halber Höhe des Berges auf ein einsames Unimon. Es fragte ihn, warum ein so mächtiger Kämpfer in der Einöde lebte, wo ihn niemand bewundern konnte.
WereGarurumon blickte in den Nachthimmel und antwortete mit rauer Stimme:
„Im Krieg habe ich gelernt, wie man überlebt. Hier oben lerne ich endlich, wer ich bin, wenn ich nicht kämpfen muss. Die Stille ist kein Feind mehr.“
Er kehrte nie ganz in die Zivilisation zurück, aber er war nicht mehr einsam. Er wurde zu einer Legende unter den Digimon – der „Silberne Schatten“, der Reisenden durch die Pässe half. Er wusste, dass das Band zu Yamato in seinem Herzen weiter existierte, egal wie weit die Welten voneinander entfernt waren.
Der Krieg hatte ihm Narben gegeben, aber der Frieden gab ihm einen Namen, der nicht durch Kämpfe definiert war.